|




| |
17. ADAC Limes-Rallye 01.09.2007
Hier findet Ihr jede Menge Fotos:
(Vielen Dank an Mareike, Chrissi, Tanja und Torben Kratz)
Prädikat
„anschlag-quer“ für Team Onkel Benz bei Limes-Rallye 2007
(bxl) Von
dieser Rallye gibt es wieder einiges zu erzählen, liebe aq-Gemeinde!
Sind ja auch jede Menge aq-Teams an den Start gegangen:
Mit der Startnr. 8: Team RoDi (Alex Roth/Alex Diehl) mit Audi-Quattro (Klasse
H15)
Nr. 21: Team Onkel Benz (Micki Lauster/Linda Kubala) mit 190er Benz (Kl. H14)
Nr. 24: Team Mazda (Martin Gill/Egi Kasper) Mazda TX (Kl. G19)
In der Klasse Kl.F-2005 gingen gleich vier Teams von uns an den Start:
Nr. 37 Team Billi (Marc Beilner/Uda Niederle) mit Opel Kadett GSI 16V
Nr. 42 Team Beetz (Thorsten Kühn/Jörg Schlosser) mit BMW 320is
Nr. 41:Team Horst-Power (Horst Jandt/Florian Parr) auf Seat Ibiza
Nr. 46: Alex P./Tobias Rudzki auf Mietwagen VW Golf II
Klasse H12: Team Maulwurf (Alexander Kröll/Verena Schrade) auf Golf II GTI (Start-Nr.
54)
Klasse G18: Team Seip-Brothers (Christoph Seip/Simon Seip) auf Mazda BF2
(Nr. 64).
Klasse G17: Team
500 (Daniel Müller/David Schönberger) auf Fiat Cique (Nr. 83)
Die
Vorbereitungen zur diesjährigen Limes waren bei uns nicht ganz so hektisch wie
in den Jahren zuvor. Wenn man allerdings abends mal in der Seip´chen
Chaos-Werkstatt vorbei geschaut hat, hieß es nur: Hände über dem Kopf
zusammen schlagen. Alles auf den letzten Drücker. Mittwoch vor der Limes haben
sie bis Mitternacht mit 8 Männern am Mazda geschraubt. Donnerstag musste er zum
TÜV nach Siegen und am Abend stellte man dann noch fest, dass der Prüfbericht
der Hauptuntersuchung fehlt. Freitagmorgen machten sich die Seips dann auf die
Zulassungsstelle und hofften auf den Wohlwollen der zuständigen Beamten.
Irgendwie – keine Ahnung wie – haben sie das Ding dann auch zugelassen
bekommen und alle waren erleichtert. Die schlaflosen Nächte haben sich gelohnt.
Die aq-Teams konnten an den Start gehen. Bei Team 500 war es wohl auch sehr
knapp mit dem Cinquecento, denn er war ja seit Grabfeld Totalschaden.
Dieses Jahr waren allerdings zwei Teams mehr am Start. Alex Papendorf hatte sich
einen zweier Golf geliehen und ich durfte mich zu Micki Lauster als Co. in den
Benz setzen. Seine Frau konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht mitfahren und
er hatte sich gedacht: vielleicht hat ja die Linda mal Lust??? Als er mich
Mittwochabend angerufen hat, ist mir erstmal heiß und dann ganz kalt geworden.
Ich saß zu diesem Moment mit gemischten Gefühlen auf der Couch. Einerseits
freudig mit Hinblick auf meinen Rallyezugucktag (inkl. Mädelsfrühstück,
Bilder machen…) und andererseits voll traurig, dass ich nicht mitfahren kann.
Dann der Anruf. Ich??? Bei der heimischen Rallye – ich hab mich so gefreut!!!
Sofort bin ich aufgesprungen, hab mir ne Flasche Sekt geschnappt und bin zu
Micki und Isa in die Werkstatt, zum begießen. Die nächsten zwei Tage war ich
dann schon sehr nervös, denn ich musste mich ja erst mal wieder in die ganze
Materie rein finden.
Freitagabend
sind wir traditionsgemäß (fast) alle gemeinsam zur Abnahme gefahren. Team
RoDi kam ein bisschen später, weil der bei der Hinfahrt vor lauter Übermut
abgerissene Handbremshebel erst noch wieder angeschweißt werden musste (hat
aber dann gehalten). Diesmal gab es bei der Abnahme ja ein BBQ (Lob für die
Salate), Bier und eine Vorstellung über das Mikro von Rolf Moll. Das war echt
prima. Seinen Blick, als er mich gesehen hat,
werd ich nicht vergessen. Am Samstag vorher hatte ich ihm nämlich noch
auf einer Party die Ohren voll geheult, weil ich nicht dabei sein kann. Er
freute sich für mich. Die Abnahme klappte für alle ohne Probleme und die
Abnahmeonkels waren auch sehr nett. Später gab es noch ein lecker Fresschen…
doch schon bald hieß es: ab in die Heija. Morgen früh aufstehen.
Dieser Meinung war allerdings mein Fahrer nicht. Er rollte schon mit den Augen,
als er hörte wann ich am nächsten Morgen los wollte. Also einigten wir uns auf
einen Mittelweg.
Geschlafen hab ich richtig gut, war ja auch saumüde und tierisch aufgeregt.
Am Morgen der Rallye holte mich Micki um 8.15 Uhr ab. Ich hatte gut gefrühstückt
und war eigentlich ganz gefasst. Thorsten, Jörg und Diehli waren auch schon bei
uns, weil sie zusammen abfahren wollte. Ich bin dann mit Micki abgedüst. Wir
holten noch sein Rallye-Auto und brachten es nach Inheiden zum Rallyezentrum.
Anschließend sind wir mit dem Straßenwagen abgefahren. Das Abfahren war ganz
locker, bis auf dass wir etwas Stau auf den WPs hatten und schmierig war es
auch. Außerdem überfiel mich bei der ersten WP „Ulfa“ ein Schauer. Was???
Hier geht´s nachher runter? Ich fand die WP ganz schön heftig, aber Micki
meinte „kein Problem“.
Wir sind eigentlich recht zügig abgefahren und waren auch schon bald wieder auf
dem Weg ins Rallyezentrum. Dort angekommen – es war ja schon Mittag – mussten
wir erstmal was essen. Leider gab es für mich noch nix (Pommes) und ich ging
leer aus.
Pünktlich starteten die „Hysterischen“ und die Vorrauswagen und wir begaben
uns auch schon mal in Richtung „Parc fermé“. Micki erklärte mir noch
schnell die Stempeluhr.
Ich holte mir dann die Stempelkarte aus dem Auto und ging schon mal an die Uhr,
während Micki den Schlitten holte. Stempeln hat prima geklappt. Hatte ja auch
prima Helfer um mich rum. Wir starteten um 13.22 Uhr in Richtung erster WP (Ulfa).
Dort angekommen, ging ich wieder stempeln. Es klappte gut und schon bald saß
ich auf dem heißen Sitz. Jetzt kam ein bisschen Hektik in mir hoch, weil ich
genauso wie bei meiner ersten Rallye ein Problem mit dem Helmverschluss hatte.
Ich hatte zwar den Helm von Isa vorher aufprobiert, aber nicht verschlossen und
nun musste es schnell gehen. Irgendwann hab ich das Ding dann zugehabt und es
konnte losgehen. Wir standen am Start und es wurde angezählt – volle
Konzentration – es ging los. Ich brüllte die Kurven ins Mikro und schon
gleich wurde mir klar: Ist kein Allrad, ist ein Heckgetriebener. Links quer,
rechts, quer – das macht Laune. Bergab zur Spitzkehre, sah ich die ganzen
Menschen und musste mal kurz schlucken. Sie jubelten schon weit vorher (dort
standen viele Bekannten von Micki) und wir fuhren mit Handbremse um die Kurve.
Das Auto jaulte, die Reifen drehten durch ohne Ende und die Menge tobte. Einfach
nur Laune hat das gemacht. Noch ein paar enge Kurven und wir waren im Ziel.
Jipppiiii, ich war bester Laune. Ein Feedback von Micki gab es auch. Hat alles
gepasst mit dem Vorlesen. Ab sofort war ich locker und wir fuhren eine WP nach
der anderen. Zwischendurch machte das Auto aber ganz schreckliche Geräusche und
ich schlug vor, dass wir aufhören. Micki wollte aber unbedingt fertig fahren.
Nach der 6. WP hatte er super gute Laune und jammerte schon auf dem Weg zu WP 7
„Ulfa“ „Menno, jetzt ist es gleich vorbei!“. Ich war ehrlich gesagt
schon froh, weil mich die Konzentration ganz schön angestrengt hat.
Unsere Sprechanlage war auch zwischendurch kaputt und ich hab versucht die
Strecke ohne anzusagen. Sie ging dann allerdings auch mal wieder, aber ich hab
es nicht gemerkt. Dafür aber Micki in seinen Ohren. J
Die letzte WP sollte uns aber noch mal Unglück bringen. 2 Kurven vorm Ziel
drehten wir uns auf Grund zu hoher Geschwindigkeit rückwärts in den Graben.
Ein paar Kerle hatten uns aber recht flott (30. Sekunden) wieder raus geschoben
und wir kamen noch durch die Lichtschranke. Nach dem Ziel sind wir erstmal neben
ran gefahren um den Schaden zu begutachten. Laut Geräusch war das mindestens
ein Totalschaden. Ganz so schlimm (auf den ersten Blick) war es dann aber doch
nicht. Die Stoßstange war weg und der Auspuff sah aus wie eine Ziehharmonika.
Ein dicker Klumpen unterm Auto. Jetzt ging es los. Wie kriegen wir den ab oder
fest??? Nach einigen gescheiterten Versuchen, entschloss sich Micki zur
Weiterfahrt. Wir hatten ja nicht mehr viel Zeit um nach Inheiden ins Ziel zu
kommen. Wir schleiften den Klumpen Auspuff bis ins Ziel, ich saß mit Feuerlöscher
bewaffnet daneben. Zum Glück ist nix passiert. Ich hatte richtig Muffe. Alle
waren froh uns zu sehen, weil es sich natürlich schon rumgesprochen hatte, dass
wir eingeschlagen waren. Ich hätte nicht mehr fertig fahren müssen, aber
wahrscheinlich hab ich noch nicht so den Rallyefahrerehrgeiz.
Es hat
aber auf jeden Fall saumäßigen Spaß gemacht mit der Heckschleuder und ich hab
an diesem Tag sehr viel dazu gelernt. Unsere Zeit war natürlich mit den 30
Sekunden mehr nicht mehr so gut, aber egal. Mir ging es mehr darum, dass ich
alles bewältige. Und wir sind angekommen.
Nicht so wie Team Mazda. Ein Getriebedurchbruch auf WP 3 setzte den Mazda außer
Gefecht. Schade, die Zeiten waren bis dahin sehr gut. Horst und Bojan hatten es
nicht besser: Achsschaden. Am fiesesten traf es Alexander Papendorf: eine halbe
WP weit ist er gekommen, dann versenkte er das Ding im Graben bei der Spitzkehre
und blieb liegen. Ist aber weiter nichts passiert.
Pokale gab es für gute Zeiten bei Team Billi, Team Maulwurf, und Team Rodi.
Team Beetz freute sich tierisch, dass sie ihre erste „richtige“ Rallye gut
überstanden hatten und die Zeiten waren gar nicht mal so schlecht. Team Seip kämpfte
die ganze Zeit über mit Ihrem Safari-Fahrwerk. In Rodheim waren sie allerdings
froh, es eingebaut zu haben. Für diese Kraterlandschaft war es ideal. Team 500
kamen auch gut ins Ziel.
Team RoDi gratulieren wir alle zum 4. Platz in der Gesamtwertung. Sie sind aber
auch sauber gefahren und das Auto hat keinen Kratzer abgekommen. Einen Ausflug
in den Acker bei Bessingen gab es, aber für so einen Allrad ist das natürlich
kein Problem. Der Abend wurde dann wie immer feucht-fröhlich.
Dies war
wieder einmal eine gelungene Veranstaltung und es hat sehr viel Spaß gemacht.
Mal schauen, wer mich nächstes Jahr mitnimmt!
Ergebnisse:
|
|
Gesamtpl.
|
Klassenpl.
|
Klasse
|
Start-Nr.
|
|
Team
RoDi
|
4
|
1
|
H15
|
8
|
|
Team
Billi
|
15
|
2
|
F2005
3
|
37
|
|
Team
Maulwurf
|
18
|
3
|
H12
|
54
|
|
Team
Beetz
|
33
|
7
|
F2005
3
|
42
|
|
Team
Onkel Benz
|
40
|
4
|
H14
|
21
|
|
Team
Seip-Brothers |
41
|
3
|
G18
|
64
|
|
Team
500
|
59
|
3
|
G17
|
83
|
© Linda.
K.
| |
|